Option oder gemeinsame Betreuung bei SGB II

Veröffentlicht am 23.11.2010 in Kreistagsfraktion

SPD-Kreistagsfraktion diskutiert mit Agenturchef Reiber über Alternative: Option oder gemeinsame Betreuung bei SGB II

Die SPD-Kreistagsfraktion informierte sich beim Chef der Arbeitsagentur Pforzheim Walter Reiber über die neuesten Arbeitsmarktzahlen und Trends am Arbeitsmarkt. „Seit Jahresbeginn wies der Oktober den geringsten Zugang neuer Arbeitsloser aus“, erläuterte Reiber den Kreisrätinnen und Kreisräten der SPD. „Die Arbeitslosigkeit in Pforzheim und dem Enzkreis hat inzwischen wieder fast das Niveau vor der Krise erreicht und die Tendenz ist positiv“, zeigt Reiber die Perspektive für die nahe Zukunft auf.

Der tiefere Blick in die Arbeitslosenstatistik zeigt noch einmal deutlich, dass die Aus- und Weiterbildung eine entscheidende Rolle für den raschen Erfolg der Arbeitsvermittlung spielt. Leider zeigte es sich auch deutlich, dass mit steigendem Alter der Arbeitslosen auch das Risiko der Langzeitarbeitslosigkeit steigt.

Hier knüpfte sich die Diskussion der Kreispolitiker mit dem Chef der Arbeitsagentur über die Vor- und Nachteile eines Optionsmodells des Enzkreises für die Betreuung der Bezieher des Arbeitslosengeldes II an.

Wenn der Enzkreis Optionskommune wird, gibt es eine neue Behörde, die Vermittlung und Betreuung der Bezieher von Arbeitslosengeld II übernimmt. Diese Behörde muss erst einmal aufgebaut werden, um arbeitsfähig zu sein – um leistungsfähig zu sein, muss das ganze Equipment neu aufgebaut werden. Denn es wird zwar das bisher zuständige Personal für die Vermittlung dieses Personenkreises der Arbeitsagentur und das zuständige Personal für die soziale Betreuung dieser Behörde zugeordnet, doch fehlen weitgehend die schriftlichen Grundlagen des Systems. Die Kosten des Aufbaus einer solchen Behörde sind nicht zu vernachlässigen.

Walter Reiber stellte die Arbeit seines Hauses dar, wie z.B. die Arbeitsweise des Arbeitgeber-Services. Hier müssen die Vorschläge der Vermittler in 24 bis 48 Stunden vorliegen, daran arbeiten allein in Pforzheim 20 Vermittler. 60 % der vermittelten Stellen laufen über diesen Dienstleistungszweig.
Ein Vorteil der Arbeitsagentur ist zweifelsfrei auch die grenzüberschreitende Vermittlung. Der Enzkreis hat ein hohes Potential an Auspendlern, z.Zt. sind das 12000 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte. Deren Arbeitsplätze liegen außerhalb des Wirkungskreises einer Optionskommune Enzkreis. Geförderte Integrationsmaßnahmen, wie z.B. Erwerb eines Führerscheins, einer speziellen Qualifikation laufen auch weiter nur über die Arbeitsagentur. Ein wichtiger Punkt der erfolgreichen Arbeitsvermittlung ist das Controlling dieser Bereiche, das in der Struktur der Arbeitsagentur eine große überregionale Rolle spielt.

Viele weitere Einzelbeispiele wurden diskutiert. Thomas Knapp brachte die Bedenken der Wohlfahrtsverbände ein, die mit einem Schreiben die Kreispolitiker sensibilisiert hatten.

„Während die Stärke des Enzkreises in der sozialen Betreuung schwieriger Problemfälle liegt, sehen wir schon, dass die Arbeitsagentur in der Vermittlung Arbeitssuchender das Know-How hat,“ stellt Jochen Protzer, Fraktionsvorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion, nach der Diskussion fest, er bedankte sich bei Walter Reiber und sagte abschließend: „Wir werden in der Fraktion noch einmal intensiv über diese neuen Erkenntnisse nachdenken müssen.“

 

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