SPD fordert "Marktmacht-Kampagne" bei Strom und Gas

Veröffentlicht am 28.04.2009 in MdB und MdL

SPD-Energieexperte Thomas Knapp:
"Eine Aufklärungskampagne der Landesregierung muss den Verbrauchern zeigen, dass der Wechsel des Energieversorgers einfacher ist als der Wechsel ihres Telefonanbieters"

Als Konsequenz aus dem aktuellen Energiepreis-Gutachten des Wirtschaftsministeriums fordert die SPD-Landtagsfraktion eine "Marktmacht-Kampagne" der Landesregierung.

Die Verbraucher müssten nach Ansicht des energiepolitischen Sprechers der SPD-Landtagsfraktion, Thomas Knapp, stärker über die Wechselmöglichkeiten ihres Energieversorgers und -tarifs aufgeklärt werden. Knapp: "Die Landesregierung muss die richtige Antwort aus dem Gutachten ziehen und eine breite Aufklärungskampagne starten." Denn nur wenn sich genügend Verbraucher ihrer Marktmacht bewusst seien, könne sich ein wirklicher Markt entwickeln. Und nur dann würden die Verbraucher von günstigeren Strom- und Gaspreisen profitieren.

Dass im Land ausreichend Wechselmöglichkeiten bestünden, belege das Gutachten, argumentiert Knapp. Das Hauptergebnis sei, dass die Verbraucher im Land zwar genügend Auswahl unter den Energieversorgern hätten. Es gebe aber bisher zu wenige Wechsel des Tarifs oder der Versorger. Knapp: "Eine Aufklärungskampagne der Landesregierung muss den Verbrauchern zeigen, dass der Wechsel des Energieversorgers oder -tarifs einfacher ist, als der Wechsel ihres Telefonanbieters."

Timo Steinhilper

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